Video Buchrezensionen von Glimmerfee

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Buchrezension: Penelope und der Dandy - Georgette Heyer
Lord Richard Wyndham soll heiraten, um den Namen seiner Familie nicht ausstreben zu lassen. Vor Jahren vom Vater lose festgelegt, wurde das Versprechen das Lord Richard die stolze Melissa Brandon heiraten solle. Die Gute ist nun 25 Jahre und wartet seit Jahren auf die offizielle Verlobung mit dem Lord. Ihre gesamte Familie ist hoch verschuldet und so eröffnet sie ihrem unfreiwilligen Bräutigam, völlig ungeniert sie würde ihn nur wegen seiner Börse heiraten - Eine reine Vernunftehe. Sich seiner missligen Lage bewusst, betrinkt sich Lord Richard im Almack. Auf dem Weg zurück zu seinem Domizil am St. James Square sieht er einen Jungen an zusammengebundenen Laken aus einem Fenster klettern. Da die Laken viel zu weit über dem Boden enden, stellt sich Lord Richard zur Hilfe und fängt den jungen Burschen auf, der wie sich herausstellt eine Lady auf der Flucht vor einem Verlöbnis mit ihrem Cousin ist. 1. Satz Die Gesellschaft, die ein seine Missbilligung nicht verhehlender Butler in den Gelben Salon von Sir Richard Wyndhams Haus am St. James's Sqaure geleitete, bestand aus zwei Damen und einem widerstrebenden Herrn. Letzter Satz: "Sollen sie nur!" meinte der Dandy. Über die Autorin: Georgette Heyer, geboren 1902 in Wimbledon, schrieb mit siebzehn Jahren ihren ersten Roman, der zwei Jahre später veröffentlicht wurde. Danach hat sie eine lange Reihe charmant unterhaltender Bücher verfasst, die weit über die Grenzen Englands hinaus Anklang fanden. Sie starb 1974 in London. Rezension: Ich gestehe, es ist nicht das erste und bestimmt nicht das letzte Mal, dass ich dieses Buch lese. Immer wieder schafft Georgette Heyer mich mit ihrem Wortwitz zu erfreuen und die Regency-Zeit vor meinem geistigen Auge aufleben zu lassen. Wann nur ging die Finesse im Umgang miteinander verloren? Die kleinen Spitzen und die gesellschaftlichen Fauxpas, die es zu umschiffen galt. Eine Zeit wo ein Kuss noch ein Erlebnis war und keine Massenware, die an jeden verteilt wird. Es ist so witzig, wenn Lord Richard Wyndham sein Lorgnon zückt und die dadurch betrachteten irgendwie schrumpfen, anstatt größer zu werden. Überhaupt kommen die Dandys in diesem Buch sehr komisch herüber und die Szene, in der Lord Wyndham und Cedric Brandon am frühen Morgen gestört werden ist einfach köstlich. Georgette Heyer schafft es eine zarte Romanze zu weben, ohne dabei erotisch zu werden, wo doch der Anblick einer Frau in Männerhosen sicherlich ein recht unwöhnlicher und vielleicht auch erregender Anblick gewesen sein muß. Und obwohl man ahnt, wer zu wem finden wird, gibt es doch immer wieder Verwicklungen, die man nicht erwartet. Fazit: Wer sich gerne in die Zeit des Regency begibt, hat mit Georgette Heyer sicherlich eine der vernüglichsten Reisebegleiter, die er finden kann.

Buchrezension: Hexendreimaldrei von Claudia Toman
Olivia ist auf einer Hochzeit, als sie gegenüber einem, wie durch ein Wunder erschienen, Feenrich den Wunsch äußert der Bräutigam möge sich in einen Frosch verwandeln. Wünschen will natürlich gelernt sein und Olivia bereut es auch schnell so impulsiv gehandelt zu haben. Der Bräutigamm ist fort, die Braut weint und in der Ecke sitzt ein sprechender Frosch, den Olivia mit zu sich nach Hause nimmt. Die Suche nach einer Auflösung des Fluches (beziehungsweise verunglückten Wunsches) führt Olivia und ihren Froschkönig nach London. Doch schnell merkt sie, dass die Hexen in London nicht so nett und hilfreich sind wie zuerst angenommen. Erster Satz: Das darf doch nicht wahr sein. Rezension: Jeder der schon einmal Liebeskummer hatte, wird Olivia verstehen. Denn wer hat sich nicht schon einmal gewünscht den abtrünnigen Prinzen in einen Frosch zu verwandeln? Aber stellen wir uns für eine Sekunde vor dies wäre tatsächlich passiert? Freude? Fehlanzeige, schließlich liebt man das kleine Fröschchen. Wer jetzt etwas erwartet wie 'Sophie Kinsella in Märchenform' ist hier flasch. Es ist kein typischer Frauenroman über Schuhe, Kreditkarten, Kaufsucht und Schulden. Auch rückt der Mann hier in den Hintergrund und Olivia muss sich selbst als Heldin beweisen. Die Frau wird nicht gerettet, sondern muss voller Selbstbewusstsein selbst aufbrechen. Wie es die Spice Girls sagen würden: Olivia hat Girl-Power! Das Buch steckt voller liebenswerter Figuren die man ins Herz schließt. Mein Liebling ist und bleibt der Feerich (männliche Wunschfee), doch auch Jedekatze, Shakespeare (ja, auch der große Dramatiker hat seinen magischen Auftritt), Hecate und Noel sind 'Wesen' über die zu lesen es Spaß macht. Das Buch spielt zeitweise in Wien und zeitweise in einem magischen London. Da ich London liebe (obwohl nie dort gewesen) streife ich schon seit Jahren virtuell (Google Bildersuche) und literarisch durch die vielen kleinen Gassen. Claudia Toman füllt nun in ihrem Buch Wege, Winkel, Stadtteile und Plätze mit interessanten Details und magischem Leben. Ideen hatte Claudia Toman beim Schreiben viele. Spontan entschloss ich mich ebenso wie Olivia den Shakespeare Pakt zu schließen und versuchte erst einmal im Alleingang die gestellten Rätsel zu lösen. Der Schreibstil ist flüssig, teilweise ein wenig poetisch (die Liebe zu London wird in ein glänzendes Kleid aus Worten gehüllt) und die Personen sympathisch. Es ist keine schwerfällige Literatur und auch das Frosch-Problem (das es zu lösen gilt) ist nicht erdrückend. Nur das Ende.... Ein wenig unbefriedigend - Doch im nächsten Jahr erscheint ja Teil 2. Doch lest selbst. Fazit: Wer Märchen liebt, sollte dieses Buch lesen. Wer London liebt, sollte dieses Buch lesen. Wer Katzen liebt, sollte dieses Buch lesen. Wer den Prinzen schon einmal vor lauter Liebekummer verwünschen wollte, sollte dieses Buch lesen! Ich lege es auch allen Bibi Blocksberg Fans ans Herz, die nun den geliebten Hörspiele entwachsen sind und nach Ersatz suchen ( so wie ich ) - Dies hier ist ebenso keck und unterhaltend, nur erwachsener und mit einer etwas anderen Heldin. Fortsetzung: Erscheint Mai/Juni 2010 im Diana Verlag. Titel wird 'Jagdzeit' sein. Mehr Märchen, mehr Krimi, mehr Mystery und ein düsteres Dorfgeheimnis. ;-) - Zitat Claudia Toman - Über die Autorin: Claudia Toman, geboren 1978 in Wien, arbeitete als Inspizientin, Regieassistentin, Regisseurin und Librettistin in Wien, Tokyo und Tel Aviv. Sie publizierte Kurzgeschichten und Lyrik in verschiedenen Anthologien, bevor sie mit „Hexendreimaldrei“ ihren ersten Roman schrieb. Claudia Toman lebt in Wien, sie arbeitet bereits an ihrem zweiten Roman um ihre Heldin Olivia und deren Begegnungen mit der Welt des Magischen.

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