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Mediation im Gesundheitswesen

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Mediationsgesetz im Vermittlungsausschuss
Der Bundesrat hat am 10.02.2012 die vom Bundestag verabschiedete Fassung des Mediationsgesetzes gestoppt und in den Bund-Länder-Vermittlungsausschuss verwiesen. Stein des Anstoßes aus Ländersicht ist das im Gesetzesentwurf vom 15.12.2011 vorgesehene Ersetzen der gerichtsinternen Mediation durch das Konzept des Güterichters. Besonders die Bundesländer Hessen, Schleswig-Holstein, Brandenburg, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern haben sich bereits in der Vergangenheit stark für die gerichtsinterne Mediation eingesetzt. Die Standpunkte der Interessengruppen sind klar: Länder und Richterbund verweisen auf die bisherige Aufbauarbeit und Erfolge der gerichtsinternen Mediation und wehren sich gegen die Abschaffung eines aus ihrer Sicht etablierten Verfahrens. So sagt Justizministerin Uta-Maria Kuder (CDU) (Mecklenburg-Vorpommern) in einer Pressemitteilung: “Viele über Jahre in der Mediation aktive Richterinnen und Richter haben mit großem Engagement die gerichtliche Mediation aufgebaut und damit auch das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in dieses Verfahren der außergerichtlichen Streitschlichtung gestärkt. In unserem Land ist die gerichtliche Mediation ein wichtiger “Motor” – und soll es auch bleiben!” Hingegen verweisen Mediatoren und Mediationsverbände darauf, dass eine gerichtliche und außergerichtliche Streitvermittlung nicht das Gleiche sind. “Wo Mediation draufsteht, sollte auch Mediation drin sein.” schreibt etwa die EUCON in einer Stellungnahme zur aktuellen Situation. Als Hauptgründe für die Skepsis an der gerichtsinternen Mediation werden genannt: Die fehlende Haftung des [...]

Die Sitzordnung der Mediation
Das Ergebnis einer Mediation hängt auch vom Umfeld der Mediation, Setting genannt, ab. Die Atmosphäre einer Mediationssitzung kann das Verhalten der Streitbeteiligten durchaus unterschiedlich beeinflussen. Je nachdem, ob man nebeneinander sitzt oder ohne die Barriere eines Tisches zwischen sich hat, wenn man miteinander spricht. Das Setting schafft eine Atmosphäre, die Bedeutung haben kann. Selbstverständlich kommt es auch auf die Art und Weise an, wie man als Mediator die Mediationsumgebung gestaltet. In Mediationen zu Themen Hierarchie- oder Rollenkonflikten ist es erfahrungsgemäß sinnvoll, die am Streit beteiligten Partner gleichrangig nebeneinander sitzen zu lassen. Bei Kündigungsmediationen oder im Privatbereich, bei Trennung und Scheidung, kann es förderlich sein, einen Stuhlkreis um einen niedrigen Tisch zu bilden. Den Tisch könnte man auch weglassen, er dient eher dem Abstellen von Getränken oder dem Ablegen von Unterlagen. Ein Tisch in normaler Arbeitstischhöhe macht hier keinen Sinn. Er hat eher etwas Trennendes, das dazu führt, dass die Parteien hier dazu neigen, sich gegenüber zu sitzen und Barrieren in Form von Unterlagen vor sich auszubauen. Anders in Wirtschaftsmediationen, an denen auch Anwälte teilnehmen, sollte in diesen Mediationen schon ein Tisch zur Verfügung stehen, damit z.B. schriftliche Unterlagen abgelegt werden können. Die Mediation kann auch in den Räumen des einen [...] Ähnliche Beiträge:
  1. Runder Tisch für Konfliktmanagement und Mediation von Unternehmen etabliert / Europa-Universität übernimmt wissenschaftliche Begleitung


Konflikte mit Patienten im Krankenhaus
Das Arzt-Patienten-Verhältnis ist in letzter Zeit vermehrt in den Mittelpunkt des Medieninteresses gerückt. Dabei wurde von Seiten der Patienten berichtet, sie seien häufig dem Krankenhausgeschehen „ausgeliefert“ und hätten das Gefühl, ihre Selbstverantwortung aufgrund ihres Gesundheitszustandes in die Hände der Ärzte und Pfleger zu geben. Kommunikationsprobleme und der für diese Beziehung charakteristische Wissensunterschied können Konflikte hervorrufen. Dies führt bisweilen sogar so weit, dass die Bereitschaft des Patienten zur aktiven Mitwirkung am Genesungsprozess reduziert oder die Behandlung beendet wird. Zusätzlich sind besonders bei stationären Behandlungen Konflikte zwischen Ärzten bzw. Pflegepersonal und den Angehörigen der Patienten möglich, da gerade bei pflegebedürftigen Patienten die Erkrankung zumeist die ganze Familie betrifft. Solche Spannungsverhältnisse, ob zwischen Arzt bzw. Pflegepersonal und Patient oder dessen Angehörigen, trifft vor allem bei mangelnder Kommunikation über Implikationen oder Krankheits- bzw. Genesungsprozesse auf, gerade wenn dieser negativ verläuft oder die Ergebnisse nicht den Gewünschten entsprechen.  Als negativer Höhepunkt können aus solchen Konflikten sogar zivilrechtliche Konsequenzen gezogen werden. Laut Bundesjustizministerium verzeichneten die Zivilgerichte im Jahr 2007 mehr als 11.500 Arzthaftungsverfahren. Ähnliche Zahlen weisen auch die freiwilligen Schlichtungsstellen der Bundesärztekammer auf. Das Robert-Koch-Institut spricht im Jahr 2001 sogar von ca. 40.000 vermuteten medizinischen Behandlungsfehlern von diesen Zahlen entfallen ca. zwei Drittel der Fälle auf [...] Ähnliche Beiträge:
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  2. Rollenkonflikte im Krankenhaus
  3. Teamkonflikte im Krankenhaus


Teamkonflikte im Krankenhaus
Weitere mögliche Konfliktfelder im Krankenhaussystem sind Teamkonflikte. Wie in anderen Bereichen arbeiten auch im Krankenhaus eine große Anzahl unterschiedlicher Berufsgruppen zusammen. Diese Zusammenarbeit ist für einen reibungslosen Ablauf unerlässlich. Dabei entstehen Teamkonflikte sowohl innerhalb gleicher Berufsgruppen (z.B. Pflegedienst), als auch in heterogenen Teams (z.B. Operationsteams). In der Vergangenheit waren diese grundsätzlichen Spannungsverhältnisse vermehrt zwischen Pflegepersonal und Ärzteschaft zu beobachten.  Aufgrund des gestiegenen Qualitäts- und Servicebewusstsein der Krankenhäuser, wird diese vielfach rein medizinische Zusammensetzung von heterogenen Teams nunmehr immer häufiger auch durch nichtmedizinisches Personal ergänzt, was weiteren Anlass für Auseinandersetzungen gibt. Daneben verschärft eine zunehmende Spezialisierung der Mitarbeiter die bestehende Konkurrenz noch zusätzlich über alle Berufsgruppen hinweg. Dabei spielen Fragen der Verantwortlichkeit und Probleme des Informationsflusses sowie fehlende Kommunikation in Veränderungsprozessen eine wesentliche Rolle. Die geleistete Arbeit und der Beitrag für das Gesamtprodukt des Krankenhauses werden nur noch mangelhaft erkannt und anerkannt, was die Beziehungs-ebene zusätzlich belastet. Dies kann ferner durch die zunehmende physische als auch psychische Belastung, verursacht durch Personalmangel und dem hieraus folgenden Zeitmangel zur Patientenbetreuung, abermals verstärkt werden. Siehe auch: Fallbeispiel Teamkonflikte   In weiteren wöchentlich erscheinenden Veröffentlichungen werden beispielhaft weitere ausgewählte Konfliktfelder im Krankenhaus dargestellt. Dieser Artikel ist der Auszug einer Seminararbeit zum Thema: "Wirtschaftsmediation im Gesundheitswesen [...] Ähnliche Beiträge:
  1. Rollenkonflikte im Krankenhaus
  2. Teamkonflikte in der Gesundheitswirtschaft
  3. Organisationskonflikte im Krankenhaus


Betriebliches Konfliktmanagement
Betriebliches Konfliktmanagement nach den Standards der ISO 9001:2008 Mit der Schaffung eines betrieblichen Konfliktmanagements werden in dem Unternehmen die Voraussetzungen für die Umsetzung der Zertifikationskriterien nach der EN ISO 9001:2008, EFQM und KTQ oder in freier Form ermöglicht. Die Mediation ist darauf orientiert, dass frühzeitig Konflikte erkannt und zeitnah beziehungsschonend im eigenen Unternehmen nach den Bedürfnissen und Interessen der am Konflikt Beteiligten eigenständig zur Lösung geführt werden. Das betriebliche Konfliktmanagement besteht im eigenen Unternehmen mit hierzu eigens dafür ausgebildeten Mitarbeitern unter Anleitung eines externen Mediators. Diese Leistungen können Sie nutzen In einer gründlichen Analyse verschaffen wir uns einen umfassenden Überblich und erarbeiten Handlungsempfehlungen Wir schulen befähigte Mitarbeiter in der Frühwahrnehmung von Konflikten. Wir schaffen mit den geschulten Klinikmitarbeitern Anlaufstellen für Konfliktgespräche. Wir sorgen dafür, dass Konflikte zur Triebkraft werden. Wir befähigen Klinikmitarbeiter, sich anbahnende Konflikte zu erkennen und selbst zu lösen, so dass sich der Einsatz externer Mediatoren auf die Lösung komplexer Konflikte beschränken kann. Wir erarbeiten Verfahrenanordnungen zur Einführung eines innerbetrieblichen Konfliktmanagements und schulen die Belegschaft dazu Die, nur in der eigenen Klinik/Arztpraxis nicht öffentliche, Konfliktbearbeitung schafft Vertrauen, festigt die Arbeitsbereitschaft, dynamisiert die Wirtschaftsabläufe und stärkt die persönliche und wirtschaftliche Kraft der Klinik. Interessenverschiedenheiten führen so nicht mehr zu [...] Ähnliche Beiträge:
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