Das Small Talk-Thema des Tages Das Small Talk-Thema des Tages

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11. Mai 2012: Eine Kugel statt vieler Worte
Was hat ein Schiffbruch im arktischen Norden Russlands mit dem Tod eines britischen Premierministers zu tun? Blicken wir ein wenig zurück: Im Jahr 1803 sank das russische Schiff Soyuz im Weißen Meer. Damals war die Nordseeroute von den Niederlanden und Großbritannien um Norwegen herum der gegenüber der Ostsee bevorzugte Handelsweg.

27. April 2012: Fragen an Ihren Arbeitsplatz
Morgen ist der Welttag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz. Ins Leben gerufen hat ihn die in Genf ansässige Internationale Arbeitsorganisation. Die ILO, wobei das L für das englische Labour steht, hat sich die Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen aller Menschen auf die Fahnen geschrieben.

13. April 2012: Demonstration der Kulturleichen
Was im Spätsommer 1981 mit einer Demonstration vor Zürichs Opernhaus gegen die Förderung ausschließlich etablierter Kultur begann – „Wir sind die Kulturleichen dieser Stadt“, hieß es auf einem Transparent - endete mit einer Razzia im Autonomen Jugendzentrum. „Im Morgen-Grauen des vierten September fuhr die Polizei vor“, schreibt der Chronist Reto Hänny, „von den 178 im Hause überraschten wurden 137 Personen ins Kripo-Gebäude abgeliefert - wie viele von dort aus, später, weiter ins Kantonsspital, wobei der Transport, selbstverständlich, den dorthin Transportierten verrechnet wird, steht nicht in der Zeitung.“

23. März 2012: Eine ungewöhnliche Völkerfreundschaft
Lengyel, magyar – két jó barát: Entschuldigen Sie bitte, wenn ich den heutigen Newsletter auf Ungarisch beginne. Der Pole, der Ungar – zwei gute Brüder, heißt die sprichwörtliche Wendung ins Deutsche übersetzt. Und auf Polnisch lautet sie: Polak, Węgier - dwa bratanki.

23. März 2012: Eine ungewöhnliche Völkerfreundschaft
Lengyel, magyar – két jó barát: Entschuldigen Sie bitte, wenn ich den heutigen Newsletter auf Ungarisch beginne. Der Pole, der Ungar – zwei gute Brüder, heißt die sprichwörtliche Wendung ins Deutsche übersetzt. Und auf Polnisch lautet sie: Polak, Węgier - dwa bratanki.

22. Oktober 2010: Warum am Sonntag viele Bibliotheken geöffnet sind
Schocke Deine Eltern: Lese ein Buch! Nicht nur die Jüngeren unter den geneigten Lesern bekommen am Sonntag willkommene Hilfe bei einem solch wagemutigen Vorhaben.

24. September 2010: Riecht gut, schmeckt gut und macht satt
„Der Geruch von Brot ist der Duft aller Düfte. Es ist der Urduft unseres irdischen Lebens, der Duft der Harmonie, des Friedens und der Heimat“, schrieb der Prager Dichter Jaroslav Seifert, der 1984 den Literatur-Nobelpreis gewann. Es bedarf schon einer gesicherten bürgerlichen Existenz mit viel Zeit und Muße, um den Geruch des Brotes so wahrnehmen und beschreiben zu können. Ein proletarischerer Zeitgenosse hätte längst hineingebissen.

10. September 2010: Kontroverser Kirchenbau
Der Bau großer Moscheen wird in Ländern mit überwiegend katholischer oder evangelischer Bevölkerung häufig zum Ärgernis. Doch es geht auch umgekehrt: Heute vor 20 Jahren wurde eine der weltweit größten christlichen Kirchen geweiht, und das gleich vom Papst persönlich.

27. August 2010: Gemeinsam große Dinge tun
Wer sind die Vorbilder der Deutschen? Das wollte die Illustrierte Stern von ihren Lesern wissen – und erhielt als erste Antwort Mutter Teresa. Die folgenden Ränge belegten Nelson Mandela, Michail Gorbatschow, Albert Schweitzer und Mahatma Gandhi. „Die Menschen haben keine Zeit füreinander“, beklagte sich Mutter Teresa einmal, „sie haben nicht einmal die Zeit, einander zuzulächeln.“

13. August 2010: Eine Dame verschwindet
Als „bis heute das spannendste Zugabenteuer der Leinwand“ beschreibt der Kritiker Hellmuth Karasek den Film Eine Dame verschwindet. Miss Froy heißt sie, sitzt der jungen Hauptdarstellerin im Abteil gegenüber und ist plötzlich weg. Keiner will sie gesehen haben; niemand hat ein Interesse, sie zu finden.

30. Juli 2010: Zentralismus nicht erwünscht
„Es gehört zum deutschen Spießertraum“, sagte einmal der Schweizer Schriftsteller Peter Bichsel, „dass die Schweiz als politisches Idyll fernab aller Probleme existiere.“ Wenn dem so ist, bin ich gerne deutscher Spießer und attestiere den Eidgenossen ein paar Eigenschaften, die ich auch meinem Volk wünsche – beispielsweise das unaufgeregte Verhältnis zu ihrer Nation. Am Wochenende begehen die Schweizer ihren Nationalfeiertag.

16. Juli 2010: Als 200 000 Menschen plötzlich schwiegen
Das Maracaná-Stadion von Rio de Janeiro ist das größte der Welt. Der Zuschauerrekord ist bis heute gültig und wurde vor exakt 60 Jahren aufgestellt. Offiziell 185.000, vermutlich aber mehr als 200.000 Zuschauer sahen das letzte Spiel der Fußballweltmeisterschaft 1950.

2. Juli 2010: Nicht nur mit Mineralwasser
Kaum neigt sich die Fußball-Weltmeisterschaft ihrem Ende zu – am Wochenende werden die Viertelfinalspiele ausgetragen – beginnt schon das nächste sportliche Großereignis. Morgen fällt der Startschuss zur Tour de France. 2010 ist es das 97 Mal, dass die Profiradfahrer die große Schleife rund um Frankreich drehen. Begonnen wird sie aber außerhalb der Grande Nation: mit einem Zeitfahren in Rotterdam. Das macht nichts, denn auch die Niederländer sind ein begeistertes Radfahrervolk.

11. Juni 2010: Wer wird Weltmeister?
In der Zeit vom 11. Juni bis zum 11. Juli gibt es auch im Smalltalk eine entscheidende Frage. Dieser Newsletter wird sie beantworten – und Ihnen sagen, welche Mannschaft Südafrika in genau einem Monat als Fußballweltmeister verlässt. Der Kreis der Favoriten ist ungefähr so dynamisch wie ein Fünfjahresplan zur Sowjetzeit: In schöner Regelmäßigkeit tauchen die Namen Argentinien, Brasilien, Deutschland, Frankreich, Italien, Niederlande und Spanien auf. Absichtlich wurde hier die alphabetische Reihenfolge gewählt, um nicht vorschnell eine Tendenz erkennen zu lassen.

4. Juni 2010: Ungarn minus zwei Drittel
Deutschland hat seine Schmach von Versailles, die es durch einen erneuten Krieg zwanzig Jahre später zu korrigieren galt. Ungarn erlebte sein Trianon. Während Deutschland als Hauptschuldiger des Ersten Weltkriegs vierzehn Prozent seiner vorherigen Fläche an Frankreich, Belgien, Dänemark, Polen und Litauen verlor, musste Ungarn knapp zwei Drittel seines vor 1914 bestehenden Staatsgebiets an die Nachbarn Tschechoslowakei, Rumänien und Jugoslawien abtreten.

21. Mai 2010: Pfingsten und die Pfingstler
An Wochenende ist Pfingsten. Der Name leitet sich aus dem Griechischen her: pentekosté bedeutet ‚der Fünfzigste’. Am 50. Tag nach Ostern wurde der Heilige Geist ausgesandt, um Person, Wort und Wirken Jesu Christi lebendig zu halten. Jetzt wissen Sie, was Pfingsten bedeutet. Aber wissen Sie auch, was ein Pfingstler ist?

14. Mai 2010: Der Mai macht alles grün
„Der Mai macht alles grün, Nur meine Hoffnung nicht“: So dichtete, eineinhalb Jahrhunderte vor Heiner Müller (siehe unseren Newsletter vom 9. Januar 2009 – Künstler ohne Illusion), der heute vor 222 Jahren im fränkischen Schweinfurt geborene Friedrich Rückert.

7. Mai 2010: Eine Erfindung, die zutiefst bereut wurde
Nächsten Sonntag ist der Tag, an dem jeder seiner Mutter zur Hand geht, und sie so tut, als mache ihr die Mehrarbeit nichts aus. Heuchelei war immer schon mit dem Muttertag verbunden. In Deutschland förderte der Verband der Blumengeschäftsinhaber den Brauch und hatte 1923 mit der republikweiten Verbreitung des Muttertags Erfolg. Kommerziellen, versteht sich.

30. April 2010: Der Mai ist gekommen, der Profit bleibt nicht aus
„Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus, da bleibe, wer Lust hat, mit Sorgen zu Haus:“ So heißt es in Emanuel Geibels 1841 entstandenen Wanderlied.

12. Februar 2010: Wie der 14. Februar zum Tag der Verliebten wurde
Dass der Valentinstag keine Erfindung der Geschäftsleute ist, haben wir Ihnen bereits in einem früheren Newsletter (siehe unsere Ausgabe vom 14. Februar 2006 „Der Valentinstag – eine Erfindung der Geschäftsleute?“) bewiesen. Doch wie wurde der 14. Februar zum Tag der Verliebten?

29. Januar 2010: Große Kunst, noch größere Sprüche
William Claude Dukenfield, heute vor 130 Jahren in Philadelphia geboren, war ein bekannter Schauspieler. Unter seinem Künstlernamen W. C. Fields bekam er sogar einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame; zu seinem 100. Geburtstag ehrte ihn die US-Post mit einer Gedenkbriefmarke. Inzwischen ist der 1946 verstorbene Schauspieler allenfalls mal in der Wiederholung einer David Copperfield-Verfilmung zu sehen, in der er freilich nur eine Nebenrolle spielte.

15. Januar 2010: Nichts für Schönwettersportler
Heute beginnt die Rückrunde der Fußball-Bundesliga, viel früher als in den Jahren zuvor, als die Winterpause bis Ende Januar dauerte. Und ausgerechnet jetzt wird Westeuropa von einer der längsten Kälteperioden seit Jahrzehnten heimgesucht. Doch darf's nicht einmal bei ausgewiesenen Schönwettersportlern an den Temperaturen scheitern, zumal jedes deutsche Erstligastadion über eine Rasenheizung verfügt.

23. Dezember 2009: Es gibt keinen Weg zum Frieden
Der 1948 gestorbene Mahatma Gandhi gehört aus deutscher Sicht zu den zehn Persönlichkeiten der Weltgeschichte, welche die Welt am stärksten positiv verändert haben. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid (siehe unseren Newsletter vom 2. März 2006 „Wer hat in der Weltgeschichte am positivsten gewirkt?“). Heute vor 90 Jahren rief Gandhi seine indischen Landsleute zum Widerstand gegen die britischen Kolonialherren auf. Einzig gangbarer Weg für den erklärten Pazifisten war statt einer gewaltsamen Revolution der zivile Ungehorsam.

11. Dezember 2009: Ein gespanntes Verhältnis
Heute ist der Internationale Tag der Berge, der alljährlich von der UNO begangen wird. Von Bergen und Bergsteigern war in diesem Newsletter schon öfter die Rede, etwa in den Beiträgen „Der Berg ruft“, „Bravourös am Berg, erfolglos in der Ebene“ oder „Der höchste Berg Europas“. Auch lüfteten wir in der Ausgabe vom 12. September 2006 das Geheimnis, warum Reinhold Messner Bergseen meidet.

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